Glück gehabt
ATZblog | 3. August 2010
Wer von uns möchte nicht glücklich sein? Vielleicht haben wir in unserem Leben schon einmal die Erfahrung gemacht, dass unser eigenes Glück ganz wesentlich davon abhängt, was und wie viel wir für das Glück anderer tun, und dass das Glück, das wir anderen bereiten, ganz unmittelbar zurückwirkt auf uns selbst. Denn es gibt viele kleine Glückszufälle jeden Tag, die wir oft nicht wahrnehmen und sie folglich auch nicht auskosten können. Wir sagen wohl zum Beispiel: Ich habe Glück gehabt, dass ich meinen Flieger noch erreicht, nette Menschen getroffen habe. Es gibt wohl kaum einen Tag, in den nicht ein solcher Glücksstrahl fällt.
Warum fühlen wir uns dann oft nicht glücklich? Vielfach erwarten wir einfach zu viel von uns und den anderen. Wir überfordern uns. Was uns manchmal auch glücklos sein lässt, ist das Einerlei des Lebens. Um es zu verändern, sollten wir uns etwas einfallen lassen, das Einerlei zu unterbrechen. Dafür gäbe es ungezählte Beispiele. Es hilft auch, wenn wir bei Enttäuschungen und Kränkungen nicht den Kopf hängen lassen.
Im Grunde trägt jeder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick das Glück als Möglichkeit in sich. David Dunn hat das in einem Gedicht so ausgedrückt: “Das Glück muss entlang dem Wege gefunden werden, nicht am Ende der Straße; denn dann ist die Reise vorüber, und es ist zu spät. Die Zeit für das Glück ist heute, nicht morgen. Ein Strom von Gelegenheiten fließt ununterbrochen an uns vorüber: während der Stunden, die wir zuhause verbringen; im Büro oder in der Fabrik, in der wir arbeiten; wenn wir die Straße entlang gehen; wenn wir mit der Bahn oder dem Flugzeug oder mit dem Bus reisen – wo immer wir sind und was immer wir tun.”
(Autor: Wolfgang Siebenpfeiffer, Herausgeber ATZ | MTZ)






