Lohnt die IAA noch?
ATZblog | 31. August 2009
Einige Fahrzeughersteller und viele Zulieferer haben sich dieses Jahr aufgrund der Wirtschaftskrise gegen eine Beteiligung an der IAA entschieden. Ich gehe davon aus, dass der Verzicht auf die Branchenplattform Nummer Eins in jedem Einzelfall sorgsam erwogen wurde und niemand Symbolpolitik betreibt. Bedauerlich ist es trotzdem, ich werde Sie vor Ort vermissen. Denn die Mehrzahl der Branchenführer ist weiterhin in Frankfurt präsent, auch dank der klugen Politik des VDA, der den Zulieferern erstmals mit Sonderöffnungszeiten einzelner Hallen entgegen gekommen ist. Folglich ist der Besuch für mich Pflicht. Ich möchte Sie ausdrücklich dazu auffordern, unabhängig von den Entscheidungen und gegebenenfalls Reisebeschränkungen Ihres Unternehmens einen Besuch der IAA einzuplanen. Im Zweifelsfall beantragen Sie einen Tag Urlaub, das wäre ein gutes Signal. Keine andere Plattform ermöglicht Ihnen als Ingenieur in ähnlicher Weise den aktuellen Stand der Technik in ein bis zwei Tagen “aufzusaugen”. Das Gespräch mit den Fachkollegen an den Exponaten erweitert den Horizont für künftige Entscheidungen in Ihrem Arbeitsumfeld.
In diesem Jahr zeichnen sich drei Megathemen ab: Elektrifizierung des Antriebs, Leichtbau und innovative Sicherheitssysteme. Besonders spannend wird es in der Antriebstechnik. Fahrzeuge mit weiterentwickelten Verbrennungsmotoren, Hybrid- und reine Elektroautos werden sich ein Wettrennen um die Publikumsgunst liefern. Manches ist aus den Vorveröffentlichungen bekannt (tagesaktuell auf ATZonline.de), aber es ist kaum anzunehmen, dass es nicht auch dieses Jahr wieder Messepremieren geben wird, die derzeit noch strikter Geheimhaltung unterliegen.
Für diejenigen, die wirklich gar keinen Weg auf das Messegelände finden, werden wir natürlich in der ATZ sowie auf unserem Online-Portal ausführlich berichten.
Sehen wir uns in Frankfurt?
(Autor: Johannes Winterhagen, Chefredakteur ATZ|MTZ)






